Ausstellungen » Wechselausstellungen

unPOLISHED. Junges Design aus Polen.

Ausstellung
27. Juni bis 22. August 2010

Die junge Generation der polnischen Gestalter setzt neue Akzente auf der Landkarte des europäischen Designs. Seit etwa zehn Jahren entwickeln Absolventen der Akademien und Universitäten in Breslau, Lodz, Krakau und Warschau Gebrauchsgegenstände und Designobjekte, die einen spezifischen Blick auf die Gegenwart Polens in einer globalisierten Welt repräsentieren. Charakteristisch für das zeitgenössische polnische Design ist die Verwendung von einfachen und leicht verfügbaren Materialien wie Holz, Weide, MDF, Grobspanplatte oder Filz und die Kombination mit ungewöhnlichen Anwendungen. Auch der Gedanke des Recyclings und der kreativen Wiederverwendung von Industrieabfällen oder das Experimentieren mit Materialeigenschaften prägen die Entwürfe. Die traditionelle Volkskunst wird kräftig gegen den Strich gebürstet und auch die großen Traditionen der polnischen Glas- und Porzellangestaltung kommen nicht ungeschoren davon. So entstehen aus Grobspanplatten überzogen mit hochwertigem Klavierlack extravagante Möbel oder handbestickte Tischdecken erzählen Bildergeschichten. Oft machen ein Schuss Ironie oder ein leichtes Augenzwinkern den besonderen Reiz der Objekte aus. unPOLISHED, etwas rauh und widerständig, kommentieren die jungen polnischen Gestalter mit ihren Entwürfen und Objekten die Konsumgewohnheiten unserer Gesellschaft.

In Zusammenarbeit mit
Adam-Mickiewicz-Institut, Warschau
Agnieszka Jacobson-Cielecka, Kuratorin, Warschau
Paweł Grobelny, Kurator, Posen
Regional Museum in Stalowa Wola
Magdalena Erdman, Konsulin, Polnisches Generalkonsulat Hamburg
gefördert vom Landeskulturverband Schleswig-Holstein


Angebot zur Ausstellung

"Die Akademie des Meisters Klex"
21. August, 14 bis 17 Uhr
Die witzigen und schönen Geschichten und Gedichte von Jan Brzechwa kennt in Polen jedes Kind. Grund genug Meister Klex, Herrn Linsenreich und Herrn Doremi mit seinen sieben Töchtern auch im Museum Tuch + Technik lebendig werden zu lassen.

Kinder und Jugendliche 2 Euro
Erwachsene 6 Euro
Familienkarte 11 Euro

 

 

Gestaltende Hand und Poesie

Ausstellung

5. September bis 3. Oktober 2010

Der Berufsverband Kunsthandwerk Schleswig-Holstein e.V. präsentiert im Museum Tuch + Technik die Jahresschau 2010. Unter dem Titel "Gestaltende Hand und Poesie" zeigen Mitglieder des Verbandes einen repräsentativen Querschnitt ihrer Arbeiten aus allen Gewerken und verbinden Kreativität und werkgerechte Tradition mit zeitgenössischer Gestaltung. Ein Bezug zum Partnerland des Schleswig-Holstein Musik-Festivals wird durch die Arbeiten polnischer Künstlerkollegen hergestellt, die als Gastaussteller eingeladen sind.

 

 

 

Edition Neumünster: Kristin Grothe

Ausstellung
29. Oktober bis 14. November 2010

Eine raffinierte Kombination von grafischen Techniken, die Bearbeitung des Papiers mit Schabeisen oder Schleifpapier, Übermalungen – mit ihren ungewöhnlichen Arbeiten hat sich die Künstlerin Kristin Grothe international einen Namen gemacht. Das Museum Tuch + Technik zeigt in seiner neuen Wechselausstellung 24 Arbeiten der Neumünsteraner Grafikerin. Diese Auswahl der Arbeiten aus den Jahren 1999 bis 2009 wird auch im zweiten Band der Künstlerbuch-Reihe „Edition Neumünster“, der zur Ausstellung erhältlich ist, präsentiert.

Grothes Arbeiten schaffen visionäre Orte, die nicht als Darstellungen bestimmter Räume oder städtebaulicher Konstellationen zu verstehen sind. Und doch meint der Betrachter, den Zusammenhang von Hochbauten, Industrieanlagen, Brücken und Plätzen zu spüren. Ein Erlebnis, das den Betrachter sofort in seinen Bann zieht. Seit 2002 lebt die Künstlerin in Neumünster. Vielfach blitzt das dort Gesehene in ihren Arbeiten durch: die alten Maschinen des Textilmuseums, die Baustelle der TEV oder andere Fragmente der Stadtlandschaft werden unter ihrer Hand zu neuen Räumen kombiniert.

In der Buchreihe „Edition Neumünster“ werden Künstler aus Neumünster oder der Region mit einem repräsentativen Teil ihres gestalterischen Schaffens in einem hochwertig ausgestatteten Buch vorgestellt. Jeder Band wird einzeln gebunden, mit einem Prägedruck versehen und vom jeweiligen Künstler signiert. Die Auflage ist auf 25 Exemplare begrenzt und wird nicht erhöht. Der Herausgeber Dr. Alfred Heggen aus Neumünster unterstützt die „Edition Neumünster“, indem er die einzelnen Bände für 50 Euro verkauft. Der Preis liegt unter den Herstellungskosten.

 

 

 

 

Kinder, wie die Zeit vergeht...

Ausstellung
ab November 2010

Mit seiner Auswahl von nahezu einhundert Bildern öffnet der Berliner Fotograf Volker Weinhold eine wahre Schatzkiste. Darin ist nicht alles Gold was glänzt, sondern eher Plaste, Gummi, Holz oder Pappmaché, aber goldig ist es allemal. Puppen und Tiere, Cowboys und Indianer, Autos und Kosmonauten, Brettspiele und Dreiräder, Mecki und Elvis Presley – all das gibt es zu sehen und jede Menge mehr zu entdecken. Spielzeug für Jungen und Mädchen, aus Ost und West und aus vier Jahrzehnten wurde in liebevollen Inszenierungen von der Kamera eingefangen. Darüber hinaus ist dieses Spielzeug auch selbst ausgestellt.
Nicht die makellosen Preziosen aus einem Sammlungsschrank, sondern eher die stark bespielten Lieblinge unserer eigenen Kindheit hat Volker Weinhold aus dem Keller geholt, um sie mit Neugier, Humor und dem nötigen Respekt ins Bild zu setzen. Entstanden ist eine Wunderwelt, so bunt und vielfältig wie die Dinge selbst.
Der fotografische Blick nähert sich den Objekten auf unterschiedliche Weise. Inszenierte Spielszenen erzählen kleine Geschichten, während an anderer Stelle der individuelle Charakter einzelner Spielfiguren durch sachliche Arrangements herausgearbeitet wird. Ob jung oder alt, für jeden gibt es etwas zu entdecken und alle werden feststellen: „Kinder, wie die Zeit vergeht.“

 

 

 

 

 

 

 

 

Lichtwand - Hans Peter Kuhn
Mit seinen Licht- und Klanginstallationen hat sich Hans Peter Kuhn international einen Namen gemacht. Er gehört zu den bekanntesten deutschen Lichtkünstlern. Im Rahmen der nordskulptur:licht, die vom 02. bis 18. November 2007 in Neumünster stattfand, hat Kuhn eine Arbeit für das Museum Tuch + Technik entwickelt. Seine Lichtwand akzentuiert den Luftraum über den Textilmaschinen. Bei Dunkelheit läßt sie das Museumsgebäude vom Kleinflecken aus betrachtet  wie einen funkelnden Diamanten wirken. Mit Hilfe des "Vereins zur Förderung der Kunst in Neumünster e.V." ist es gelungen, die Lichtwand von Hans Peter Kuhn zu erwerben und im Museum Tuch + Technik dauerhaft für die Stadt Neumünster auszustellen.